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Pilates - ist das nicht das Gleiche wie Yoga?

Aktualisiert: 19. Okt. 2022

Nein. Denn Pilates ist ein ganzheitliches, intensives Ganzkörpertraining. Hier werden Atmung und Bewegung in Einklang gebracht. Durch die Anspannung des Powerhouses, der tiefen Bauch-, Rücken- und Beckenbodenmuskulatur, wird der Rumpf stabilisiert und aktiviert. Die Beweglichkeit, vor allem die der Wirbelsäule wird stark gefördert. Beim Pilates steht immer die kontrollierte und konzentrierte Ausführung der Bewegung im Vordergrund. Qualität vor Quantität. Kräftigung und Kontrolle des Zentrums stehen dabei genauso im Mittelpunkt wie die Verbindung von Körper und Geist durch die Konzentration auf Atmung und Ausführung. Pilates kennt im Gegensatz zum Yoga keine Meditation oder Chanten.


Was bringt es dir?

Durch die Konzentration der Muskulatur des Powerhouses ist Pilates für Reiter und Nichtreiter ausgezeichnet geeignet, da dieser Teil des Körpers zum einen die Verbindung zum Pferd herstellt, zum anderen richtet sich aus diesem Kraftzentrum die gesamte Wirbelsäule auf und unterstützt eine gesunde und schmerzfreie Haltung und Bewegung. Es begradigt dich, richtet dich aus, kräftigt deine Muskulatur, formt deinen Körper und schärft das Bewusstsein für deine Koordination und Bewegung.


Geschichte des Pilates

Pilates ist im Vergleich zu Yoga sehr jung. Erfunden wurde Pilates von Joseph Hubert Pilates, ein deutscher Auswanderer, der sich in Amerika niederließ. Schon als Kind hatte er einen schwachen Körperbau und war häufig krank. Ihn faszinierte, dass die eigene Leistung mit der Kontrolle des Geistes verbessert werden konnte. Er arbeitete unter anderem als Berufsboxer. Im ersten Weltkrieg geriet er in Gefangenschaft und half dort mit seinen Trainingsmethoden anderen Kriegsverletzten bei der Rehabilitation. Gemeinsam mit seiner Frau entwickelte er das Training in den USA weiter. Vor allem Tänzer und Leistungssportler trainierten in seinem Studio.


Viele Pilatesübungen basieren auf dem Asanas des klassischen Hatha Yogas.