Achtsamkeit – da war doch mal was

Aktualisiert: 8. Okt.


Neulich im Supermarkt, in dem ich sicher schon ein Jahr einkaufen gehe, habe ich das erste mal nach oben an die Decke geschaut und mir ist aufgefallen: „Krass, alles nur Rohre und ein großes Kabeldurcheinander.


Mir war der Anblick völlig neu, was nicht schlimm ist, aber mir wurde bewusst, dass dies ein Beispiel ist, wie selten ich im Moment bin: An der Kasse denke ich darüber nach, wie ich die Einkäufe schnell in den Kühlschrank bekomme, am morgen, wenn der Wecker klingelt, denke ich an den ersten Kaffee, wenn ich den Kaffee trinke, denke ich daran, was ich noch alles zu erledigen habe usw. Kennst du das?


Tatsächlich, wenn ich aber bei meinem Pferd bin, ist das anders: Ich bin automatisch auf meinen Vierbeiner konzentriert und fokussiert, ohne dass es mir Mühe macht. Ich kann genau beschreiben, an welchen Stellen seine Haare grau werden, wie sein Abzeichen gezackt ist und ich erkenne ihn schon im halbdunkeln aus der Ferne an seinem Gang.


Pferde erden – und nein, damit meine ich keine Stürze. Sie halten einen im bewussten Moment, in Achtsamkeit.

Im Bewusstsein - im Hier und Jetzt zu leben, die Achtsamkeit, die im Alltag und als Erwachsener mehr und mehr verloren geht. Dadurch dass immer wir seltener in diesem Zustand sind und häufig schon an den nächsten Schritt denken, fühlen wir uns oft gestresst und gehetzt.


Erinnerst du dich wie du die Umwelt als Kind wahrgenommen hast? Dir waren Details bewusst, z. B. konntest du genau sagen, welche Kachel im Bad einen winzigen Sprung hatte, du hast dir die Zeit genommen beim Schaukeln in den Himmel zu schauen und Wolken zu beobachten. Du wusstest wie sämtliche Blumen im Garten ausschauten, du hattest den Blick fürs Detail, weil du dich mit dem Moment beschäftigt hast, in dem du warst.


Oder erinnere dich an deine Großeltern, die Sonntags mit dem Auto einen Ausflug zu ihrem Lieblingskaffee gemacht haben, dort friedlich ihre Torte auf der Terrasse aßen und in die Ferne der Natur schauten. So war es jedenfalls bei meinen Großeltern. Allerdings hat damals niemand von Achtsamkeit oder einem meditativen Moment gesprochen, es war halt einfach so.


Es tut einfach gut, sich auf dem Moment zu besinnen. Es entschleunigt, entstresst und macht wieder Platz für die kleinen Freuden, die das Leben schön machen.


Falls du dich hier wiederfinden solltest, probiere es doch mal wieder aus im Moment zu sein und zu dir zu finden. Vielleicht startest du an einem sonnigen Tag auf deinem Reithof, setze dich gemütlich unter einen Baum, beobachte die Pferde und genieße den Moment – ohne Gedanken an deine TO DOs.


Viel Spaß bei dieser Achtsamkeitsübung und Entschleunigung.



#achtsamkeit #entspannen #entschleunigen





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